Bauen des Fräshalters und der Hub-Mechanik
Um die Oberfräse zu befestigen habe ich einem dem Motor entsprechend runden
Ausschnitt in einem Holzbrett aus Ahorn gesägt. Für den dickeren Teil des Motor
habe ich an der hinteren Seite einen tieferen Ausschnitt gemacht.
Das Foto links zeigt die Unterseite des Fräshalters. Eine kleine Schraube und Beilagscheibe verhindern das sich das Lager mit der Zeit aus dem Gehäuse schiebt. Rechts davon ist eine Einschlagmutter durch welche die Gewindestange geht und den Hub des Fräshalters ermöglicht. Ich habe die Einschlagmutter ein bisschen versenkt und mit zwei kleinen Holzschrauben fixiert.
Sie können auch die 16 mm Stahlwelle durch ein oval entstandenes Loch oben links
im Bild sehen. Der Ausschnitt für den Fräsmotor ist tief genug das er das Loch für
die 16mm Stahlwelle kreuzt. Dieses Loch ist etwas größer als die Welle. Die
Stahlwelle liegt tiefer und kommt nicht in Kontakt mit dem Fräsmotor.
Erst wollte ich das Kugellager arretieren in dem ich Muttern gegen die Ober und Unterseite des Lagers klemmte. Da die Muttern allerdings nicht genau gearbeitet waren oder es ein anderes Gewinde war, lag das Lager etwas schräg an die Gewindestange an. Nun ist das Lager nur gegen eine Mutter auf der Obenseite gepresst. Mit dem Isolierband auf der Gewindestange liegt das Lager nun richtig koaxial an der Stange.
Erst dachte ich, das nur eine Mutter auf der Gewindestange für den Hub des Motors
nicht ausreicht, doch es gleitet alles leicht genug da das Gewicht vom Motor schwer
genug ist und den Rahmen spielfrei einstellt. Es wiegt allerdings nicht so viel das
beim Betrieb durch die Vibrationen die Kurbelverstellung (Hubhöhe) beeinträchtigt
wird, doch für größere und Serienlanglöcher sollte ich die Feststellschraube
anziehen.
Fräsmotor Rahmen
Ich verwendete Fichte für den Rahmen der den Fräsmotor hält. Doch diese Fichte
ist von relativ hoher Holzdichte, ich testete dieses Holz mit meinem
Härtetest.
Ich habe den Rahmen aus Fichte doppelt verzapft mit den Gegenstücken aus Ahorn, welche mit der Schiebevorrichtung verschraubt wird.
Die oberen Ecken des Rahmen habe ich eng verzapft mit 6mm Zinkenbreite,
hergestellt mit meiner
Zinkenvorrichtung.
Ich machte keinen Entwurf für diese Maschine, sondern fing einfach an zu bauen. Ich
war mir nicht recht sicher was funktionieren würden und was nicht. Also machte ich
einfach die Teile und tüftelte die Sache so mit der Zeit aus. Meist habe ich viel
Glück mit dieser Methode. Ich bin stolz darauf das ich kein Teil ein zweites mal
herstellen oder auch kein Teil wegwerfen musste. Einige Teile musste ich etwas
anpassen. Wenn ich die Maschine noch mal bauen würde, bräuchte ich nur wenige
Dinge ändern.
Wenn ich nicht schon eine andereLanglochbohrmaschine
hätte, würde ich vermutlich nicht ganz so viele Verbindungen zum Bau dieser
Maschine so hergestellt haben, ich hätte wahrscheinlich eine andere
Verbindungsart gewählt.
Betätigungshebel
Um den Fräsmotor in der X und Y Achse bewegen zu können, baute ich eine
Mechanik mit nur einem Hebel. Das Hebellager unten nimmt beide Richtungen auf,
das Langloch nimmt die Vorschubbewegung, die Gabel für den Fuß die seitliche
Bewegung auf.
Der Hebel ist an einer zweiten Gabel weiter oben befestigt. Diese Gabel kann für
die dritte Achse mit nach oben und unten schwenken. Die Geometrie erfordert es
das beim betätigen sich alles mit bewegt wenn der Hebel voll gerührt wird. Der
Befestigungspunkt in der Gabel ist auf einer Achse gelagert, ähnlich wie die
Fußhalterung unten am Hebel.
An professionellen Langlochbohrmaschinen wären beide Befestigungspunkte mit
Kugelgelenken ausgestattet, aber ein Kugelgelenk aus Holz wäre sehr schwierig
herzustellen.
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