Fräserbefestigung und Senkrechtverstellung
Für die Motorbefestigung habe ich einen runden Ausschnitt ins Holz gemacht der
dem Außendurchmesser des zylindrischen Teil vom Motor genau entspricht. Ich
habe diese Methode des Quersägens
verwendet um den Ausschnitt herzustellen.
Ich habe den Motor nur mit zwei Schraubschellen befestigt. Erst hatte ich die Idee für eine robustere Befestigung, aber ich wollte zuerst mal provisorischen mit Schellen ausprobieren. Das funktionierte erstaunlich gut und so blieb es dabei.
Die genaue Position des Oberfräsmotors ist durch die Form des Halters bestimmt
und die Schraubschellen sind nur dazu da den Motor gegen das Holz zu drücken.
Die Steife der Schellen ist nicht wichtig. So könnte ich theoretisch den
Oberfräsmotor auch mit stammen Gummibändern fixieren ohne das die Präzision
beeinträchtigt würde.
Die senkrechte Position kann mit einer Arretierung fixiert werden, links im Foto zu sehen. Dieses zieht das Holz gegen den senkrechten Rahmen. Damit wird die Stabilität des Rahmens erhöht.
Die Edelstahlwelle befindet sich am vordersten Punkt der Hubmechanik, damit sie
näher zu dem Fräskopf sitzt. Die Nähe der Lager zum Fräskopf ist wichtig, um
Vibrationsübertragungen der Maschine auf den Rahmen zu vermindern.
Diese Methode, mit bronzen Lagern auf einer Stahlwelle, und einer zweiten Schiene aus Holz, ist ganz ähnlich wie meine Vorrichtung die ich für meine Zapfenschneid Vorrichtung verwendete.
Wenn ich solch eine Maschine aus Metall hergestellt hätte, wäre es logisch
gewesen eine zweite Stahlführung zu montieren. Aber es wäre fast unmöglich
gewesen dieses genau genug aus Holz zu machen ohne dass sich die
Parallelführung verkantet, vor allem da das Holz bei Feuchtigkeitsänderung
arbeitet.
Durch die Motorvibrationen drehte sich die Kurbel zur Höheneinstellung zum Teil von selbst nach unten während des Betriebs der Maschine, da ich selten die Fixierung für die senkrecht Verstellung benutze. Eine Rasterung zur Sicherung soll dieses verhindern. Eine Sechskantmutter (entspricht 60°=6 Klicks pro Umdrehung) war hierzu sehr hilfreich. Ein Metallstreifen der durch eine Feder gegen die Mutter auf der Gewindestange gedrückt wird verhindert das drehen der Kurbel durch Vibrationen. Für viele Arten von Verbindungen muss ich die Oberfräse, zur senkrechten Höheneinstellung, um eine ganz bestimmte Anzahl von Umdrehungen auf der Gewindestange verstellen um einen genauen Abstand zwischen den Fräsungen zu gewährleisten. Leicht vertut man sich beim zählen der Umdrehungen der Kurbel, hierzu habe ich eine Zählradeinteilung montiert. Dieses Rad wird durch ein Stift unten an der Kurbel betätigt. Es funktioniert ganz ähnlich wie ein Malteserkreuz getriebe, mit dem Unterschied das das Rad während der Kurbelumdrehung nicht blockiert wird. So besteht die Gefahr, das das Rad um ein halben Zahn durch anstossen bewegt wird, was dazu führen würde dass der Stift nicht in eine Kerbe des Rad trifft und die Kurbel blockiert würde. Um dieses zu vermeiden wird das Skalarad durch eine Feder an den Rahmen gedrückt, dieses soll die Reibung vergrößern um auch hier eine Verstellung zu verhindern.
Der Vorteil das das Ableserad nicht blockiert, ist dass ich nach der ersten
Höhenjustierung der Maschine das Rad „nullen“ kann um die dann folgenden
Tiefeneinstellung ohne größere Rechenkünste vornehmen zu können.
Wenn mehrere Langlöcher nebeneinander hergestellt werden sollen ist die
Präzision der Abstände sehr wichtig. Ein Bruchteil eines Millimeter summiert sich in
Serie zu der Anzahl der Fräsungen. Da die Gewindestange 16 Umdrehungen pro
Zoll hat (1.6 mm Hub pro Umdrehung), muss die Kurbel immer mit dem gleichen
Winkel gestoppt werden. Wenn die Kurbel nur um 15° verstellt wäre, würde das
Loch spürbar daneben liegen.
Dies könnte auch praktisch sein falls ich ein großes Werkstück auf dem Tisch habe.
Aber wenn ich die Maschine ein zweites mal bauen würde, hätte ich sie
wahrscheinlich nur mit einer 15 cm Hubeinstellung gebaut. Das wäre für fast jede
Anwendung mehr als genug. Nicht dass die hohe Senkrechteinstellung ein
Problem wäre, aber die Maschine ist mit einer kleineren Hubeinrichtung etwas
kompakter.
Als nächstes: Holzverbinddungen mit der Langlochmaschine |